Frühe staatliche Förderung von Kindern zahlt sich aus

Je früher der Staat Familien mit Kindern unterstützt, desto wirksamer ist die Hilfe. Das geht aus der Studie «Doing better for families» der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor.

Gezielte vorschulische Förderung wirke sich demnach positiv auf die logischen Fähigkeiten und das soziale Verhalten von Kindern aus, heisst es in einer Pressmitteilung der OECD Berlin von heute. Frühe finanzielle Unterstützung mildere soziale Ungleichheit und optimiere den Nutzen für die Gesellschaft: Einmal erwachsen, verfügen zeitig Geförderte in der Regel über ein höheres Einkommen, im Gegenzug sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie kriminell werden.

Die meisten OECD-Länder haben ihre Hilfe für Kleinkinder und junge Eltern in den vergangenen Jahren aufgestockt: Ein Viertel aller Familienausgaben kommt heute Kindern unter sechs Jahren zugute.

Die Studie stellte zudem fest, dass sich familienrelevante Dienstleistungen und Einrichtungen eher lohnen als direkte Geldzuwendungen für Familien. «Dänemark etwa lässt sich seine Kinderbetreuung mehr als 40.000 US-Dollar pro Kind kosten (kaufkraftbereinigt), hingegen erhalten dänische Familien für ihren Nachwuchs bis zum 17. Lebensjahr nur die verhältnismässig geringe Summe von 38.000 US-Dollar in direkten Zahlungen oder Steuererleichterungen. Mit 3,7 Prozent ist die Kinderarmut in Dänemark so niedrig wie in keinem anderen OECD-Land (Österreich 6,2 Prozent; Deutschland 8,3 und Schweiz 9,4 Prozent) – und das Modell bewährt sich auch in anderen nordischen Staaten», heisst es in der Pressemitteilung.

Mehr über die Studie erfahren Sie unter www.oecd.org

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