Gefährliche Babyfläschchen

Laut einer aktuellen Studie der ETH Zürich enthalten viele Babyschoppen Bisphenol A. Die Forscher stellten deshalb Untersuchungen zu den Auswirkungen der Chemikalie auf die Gesundheit an.

Bisphenol A ist ein hormonaktiver Stoff, der in vielen Kunststoffen enthalten ist. Natalie von Götz und ihr Team vom ETH-Institut für Chemie und Bioingenieurwissenschaften fanden mehrere Quellen, durch die diese Chemikalie aufgenommen werden kann. Dazu gehören unter anderem Konserven- und Getränkedosen sowie Zahnfüllungen. Auch über Luft oder Wasser kann es aufgenommen werden.

Am meisten gefährdet von der Chemikalie sind allerdings Babys und Kleinkinder, die ihre Nahrung aus Polycarbonat-Kunststoff-Flaschen bekommen. Zwar nehmen diese Kinder durch das Saugen am Babyschoppen täglich nur eine weit unter dem BPA-Grenzwert liegende Menge von 0,8 Mikorgramm zu sich. Allerdings bestätigen aktuelle Versuche mit Ratten, dass sich schon eine sehr geringe Dosis von Bisphenol A ungünstig auf die Entwicklung der Tiere auswirkt.

Trotz solcher Ergebnisse ist die Gefährlichkeit von BPA dennoch als umstritten. In der Schweiz gilt die Einnahme der hormonaktiven Substanz als ungefährlich. In Kanada jedoch gilt BPA als gefährlich. Deshalb sind dort Babyfläschchen, die diesen Stoff enthalten, seit 2008 nicht mehr erlaubt.

Das könnte Sie auch interessieren

Services & Newsletter