Gymnastik beugt postnatale Depression vor

Nach der Geburt leiden viele Frauen an einem lang anhaltenden Stimmungstief. Bewegung kann dabei helfen, dem entgegenzuwirken und das Wohlbefinden frisch gewordener Mütter zu stärken.

Laut einer Studie der Universität Melbourne können Bewegung und Massnahmen zur Förderung des Wohlbefindens gegen die Depression helfen, die sich bei vielen Müttern kurz nach der Geburt eines Kindes einstellt. Zu diesem Ergebnis kamen Emily Norman und ihr Team bei der Untersuchung von 161 werdenden Müttern, von denen vor der Geburt keine an Depressionen gelitten hatte.

Für ihre Studie durchlief ein Teil der Mütter nach der Geburt ihres Kindes einen Gymnastikkurs unter Anleitung eines Physiotherapeuten, sowie einen Elternkurs. Diese wurden dann mit den Frauen verglichen, die keinen solchen Kurs absolviert hatten. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass von den Kursteilnehmerinnen nur etwa halb so viele mit Depressionen zu kämpfen hatten wie in der Kontrollgruppe.

Bei vielen Frauen stellen sich aufgrund der Hormonumstellungen nach der Geburt starke Stimmungsschwankungen ein. In der Regel erholen sich die Frauen innerhalb einiger Wochen wieder davon. Bei etwa 10 bis 20 Prozent wächst dich dieser Zustand jedoch zu einer Depression aus, die bis zu einem Jahr andauern kann.

Zwar entwickelt sich diese Depression nur in wenigen Fällen zu einer Psychose. Jedoch sollten Mütter trotzdem dringend nach Hilfe suchen, wenn sie diese Stimmungsschwankungen über einen längeren Zeitraum hinweg bei sich feststellen. Hilfe können sie bei dem Gynäkologen oder Hausarzt sowie bei Psychotherapeuten und Psychiatern finden.

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