Häufig Gelangweilte sterben früher

Wer sich oft langweilt, der stirbt früher. Das trifft besonders auf diejenigen zu, die am Arbeitsplatz nichts mit sich anzufangen wissen. Britische Mediziner fanden das jetzt anhand einer Studie heraus.

Die Langweile selbst ist zwar nicht gesundheitsgefährdend. Allerdings neigen häufig Gelangweilte eher zu schädlichem Verhalten wie Rauchen oder Alkoholkonsum, so die Mediziner. Ausserdem sei die Langeweile oft ein Ausdruck für psychische Probleme.

Für die Studie in Grossbritannien wurden 7500 Beschäftigte im öffentlichen Dienst im Alter von 35 bis 55 Jahren befragt. Die Teilnehmer der Studie, die bereits im Jahr 1988 abgeschlossen wurde, mussten angeben, ob sie sich im letzten Monat vor der Befragung in ihrer Arbeit gelangweilt hatten. Anschliessend wurde der weitere Werdegang der Teilnehmer bis April 2009 weiterverfolgt.

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass Menschen, die sich in ihrer Arbeit langweilten, mit 2,5-mal höherer Wahrscheinlichkeit relativ früh an einer Herzerkrankung starben. Nachdem allerderings andere Riskiofaktoren mit einbezogen wurden, sank die Wahrscheinlichkeit deutlich. Daraus ziehen die Mediziner den Schluss, dass Langeweile stellvertretend für andere Risikofaktoren steht.

Andere Wissenschaftler wiederum sehen durchaus einen Zusammenhang. Denn wer oft gelangweilt ist, der sei insgesamt weniger motiviert als andere. So würden diese Menschen auch weniger bestrebt sein, sich um die richtige Ernährung zu bemühen oder Sport zu treiben.

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