Herzfehler bei Babys früher finden

Um angeborene Herzfehler bei Babys zu erkennen, sollen zusätzliche Untersuchungen schon während der Schwangerschaft helfen. Mediziner wollen die Früherkennung verbessern.

Von 100 Babys kommt gemäss einer deutschen Studie etwa eines mit einem Herzfehler zur Welt. Aber nur bei zwölf Prozent der kranken Babys konnten die Ärzte vor der Geburt mithilfe einer speziellen Ultraschalluntersuchung erkennen, dass etwas mit dem Herzen des Kindes nicht in Ordnung ist. Nach einem Bericht der NZZ am Sonntag liegt es daran, dass diese Untersuchung sehr teuer ist und nur bei besonderen Auffälligkeiten durchgeführt wird.

Der Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin René C. Müller plädiert dafür, dass zumindest zusätzlich zu den zwei normalen Ultraschalluntersuchungen eine dritte im letzten Drittel der Schwangerschaft hinzukommen sollte.

Seit Anfang des Jahres bekommen Neugeborene eine kleine Sonde an den Finger, um die Sauerstoffsättigung des Blutes zu messen und Alarmzeichen für einen Herzfehler zu erkennen. Für manche Babys kann diese Untersuchung allerdings zu spät sein. «Wenn der Herzfehler vor der Geburt nicht bekannt wird, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass das Kind in einem schlechten Zustand an ein Zentrum kommt», sagte Margrit Fasnacht vom Kantonsspital in Winterthur der NZZ am Sonntag. Wissen die Ärzte aber schon vor der Geburt, dass das Kind einen Herzfehler hat, können sie besser helfen, solange es dem Baby noch gut geht.

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