Wissenschaftler entwickeln Pflaster gegen Heuschnupfen

Wissenschaftler am Universitätsspital Zürich haben ein Pflaster entwickelt, dass gegen Heuschnupfen helfen kann. In einem ersten Versuch wurden die Symptome des Heuschnupfens um 70 Prozent gelindert.

Dieses Pflaster soll gegen Heuschnupfen helfen.

Dieses vom Unispital Zürich entwickelte Pflaster soll gegen Heuschnupfen helfen. Foto: © Nico Wick, USZ/SNF

Das Pflaster bringt die Allergene von sechs verschiedenen Gräserpollen in die Haut ein. Wie es in einer Medienmitteilung des Schweizerischen Nationalfonds von heute heisst, genügten sechs eintägige Anwendungen am Oberarm, verteilt auf zwei Monate bevor sich die Gräserpollen ausbreiten, um die Heuschnupfen-Symptome der Patienten auch noch im Folgejahr im Schnitt um 70 Prozent zu lindern. Die Forscher und Ärzte um Gabriela Senti vom Universitätsspital Zürich konnten bei den Patienten auch keine schwerwiegenden Nebenwirkungen feststellen.

Die Behandlung sei aber nicht reif für den Alltag, heisst es weiter. Um etwa zu ermöglichen, dass die Pollenallergene in die Haut eindringen und mit den Immunzellen der äusseren Hautschichten in Kontakt treten, würden die Wissenschaftler die darüber liegende Hornhaut mit einem Klebeband abtragen. Dieses Verfahren muss noch verbessert werden. «Sind diese Hindernisse ausgeräumt, steht uns im Kampf gegen die neue Epidemie unserer Zivilisation, den lästigen Heuschnupfen, endlich ein einfaches Mittel zur Verfügung», schätzt Gabriela Senti das Ergebnis ihrer Forschung ein.

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