Höheres Risiko für ADHS in Einelternfamilien

Kinder von Alleinerziehenden haben ein höheres Risiko an ADHS zu erkranken als andere. Aber auch in sozial benachteiligten Familien ist die Gefahr grösser die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung zu bekommen.

Das haben schwedische Forscher gemäss einem Bericht der medizinischen Internetplattform sprechzimmer.ch herausgefunden. Sie untersuchten wie häufig Arzneien bei Kindern verordnet wurden.

In Einelternfamilien musste bis zu 54 Prozent häufiger ein ADHS-Medikament einem Kind verschrieben werden als bei anderen. 14 Prozent der ADHS-Erkrankungen wurden direkt auf die Alleinerziehung zurückgeführt. Mütter mit der geringsten Schulbildung hatten ein bis zu 130 Prozent erhöhtes Risiko für ein Kind mit ADHS im Vergleich zu Müttern mit höherer Schulbildung.

Das höhere Risiko an ADHS zu erkranken, führten die Forscher auf die Lebensumstände in den Familien zurück. Kinder, die eine Trennung miterleben oder denen ein Elternteil fehlt, leiden darunter. In sozial benachteiligten Familien haben Eltern häufig Sorgen, die sich auch auf die Kinder übertragen können.

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