Die Helden des Alltags sind Schweizer Hoffnungsträger 2012

Was erfüllt die Schweiz im kommenden Jahr mit Hoffnung? Und wer sind die Hoffnungsträger der Schweizer? Ende Jahr veröffentlichten swissfuture, weiterdenken.ch und 20 Minuten die Ergebnisse der Internet-Umfrage «Hoffnung 2012».

Familienpause zuhause: Das ist den Schweizern wichtig.

Einen Abend zuhause mit der Familie zu verbringen, ist den meisten Schweizern wichtiger, als eine steile Karriere - so «Hoffnung 2012». Foto: © Patrizia Tilly - Fotolia.com

Die Karriere rückt in den Hintergrund, wichtig ist für Herr und Frau Schweizer 2012 das traute Heim und die Harmonie in der Familie. Das Privatleben gewinnt im Vergleich zum vergangenen Jahr an Bedeutung, so das Kernergebnis der Befragung «Hoffnung 2012». 5000 Internet-User nahmen an der Studie teil. Bewusst ging es den Machern der Studie nicht um Ängste, Sorgen oder Kummer, sondern allein um diejenigen Faktoren und Personen, die Schweizerinnen und Schweizer Hoffnung geben.

Zum ersten Mal steht nicht die persönliche Gesundheit an der Spitze der Schweizer Hoffnungen. «Eine intakte Beziehung und stabile Familienverhältnisse sind den Schweizern dieses Jahr am wichtigsten», so Studienleiter Andreas Walker gegenüber 20 Minuten. Walker erklärt den verstärkten Wunsch nach Geborgenheit als Folge der finanziellen Krise. Das romantische Bedürfnis nach wahrer Liebe sei bei materieller Knappheit viel stärker als sonst.

Seltener als in den vorhergehenden Jahren werde ein erfolgreiches Berufsleben als Hoffnung für das neue Jahr aufgelistet. Weniger als die Hälfte aller Umfrageteilnehmer hoffen auf eine sinnvolle und zufriedenstellende Arbeitsstelle. Die Rückkehr zum Privaten und zum Alltagleben sieht man auch bei der Rangliste der Hoffnungsträger 2012. Die Helden des Alltags belegen mit 53% den ersten Platz, der grosse Rest verlässt sich auf «Sich selbst» (44%) und den dritten Podestplatz belegen mit 32% die Ehe- und Lebenspartner. Dagegen spielen religiöse Hoffnungsbringer wie Gott und Jesus im Mittelfeld, die Politik rangiert gar auf den den letzten Rängen.

Auch dieses Ergebnis begründet einer der Macher der Studie, Stefan Schwarz, im Interview mit 20 Minuten mit den Folgen der Wirtschaftskrise. «Die Menschen rücken näher zusammen. Unscheinbare Leute, die trotz traurigem Schicksal weiterkämpfen, geben der Bevölkerung Mut – und letztendlich Hoffnung für die Zukunft.»

Quelle: 20 Minuten

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