Ice Tea Sexvideo: Elf Jugendliche bekommen nun Strafen

Elf Jugendliche aus den Kantonen Zürich und Aargau müssen mit  Strafen wegen Kinderpornografie rechnen. Sie hatten das illegale «Ice Tea Sexvideo» auf ihr Smartphone geladen. Die Darstellerin selbst könnte ebenso bestraft werden, da ihr die Produktion von Kinderpornografie vorgeworfen wird.

Und plötzlich weiss es jeder: Verbreitung des Ice Tea Sexvideos

Das «Ice Tea Sexvideo» verbreitete sich rasend schnell unter Schweizer Jugendlichen. Jetzt stehen elf Teenager vor Gericht. Bild: iStockphoto. Thinkstock.

Das unter dem Namen «Ice Tea Sexvideo» bekannt gewordene Video verbreitete sich Ende letzten Jahres unter den Schweizer Jugendlichen sehr schnell. Es zeigt eine  Minderjährige beim Sexspiel mit einer PET-Flasche. Der Ex-Freund des zu sehenden Mädchens hatte das «Ice Tea Sexvideo» ins Internet gestellt. Im Internet brach eine Mobbingwelle herein.

Nun laufen gegen neun Jugendliche aus dem Kanton Zürich und zwei Teenager aus dem Aargau Strafverfahren, wie 20min Online und die Berner Zeitung kürzlich berichteten. Obwohl viel mehr Jugendliche das sogenannte «Ice Tea Sexvideo» angeschaut hatten, konnten nur diese elf rechtlich belangt werden: Sie hatten das illegale Kinderpornografie-Video heruntergeladen und auf ihren Smartphones gespeichert, was im Gegensatz zum blossen Anschauen verboten ist. «Die einen hatten das Video weiterverschickt, andere hatten es lediglich auf ihrem Smartphone gespeichert», so der Sprecher der Jugendanwaltschaft des Kantons Zürich Beat Fritsche.

In der Mehrzahl der schon abgeschlossenen Verfahren wurden die Täter, von denen viele noch unter 15 Jahre alt sind, zu sozialen Einsätzen verurteilt: Sie müssen mehrere Tage in Betagtenhäusern, Brockenstuben oder Küchen helfen.

«Ice Tea Sexvideo» hat auch rechtliche Konsequenzen für die Darstellerin

Das Verfahren gegen die Teenagerin aus dem Kanton Zürich, die im Video zu sehen ist, ist unterdessen noch nicht abgeschlossen. Ob sie verurteilt und bestraft wird, weil sie das illegale Kinderpornografie Video produziert hat, steht noch nicht fest. Der erste Verbreiter des Videos, der Ex-Freund des Cybermobbing-Opfers, befindet sich nicht unter den Angeklagten. Es ist bisher unklar, inwiefern er belangt werden kann.

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