Junge Städte: Immer mehr Familien wohnen in der Stadt

Junge Schweizer Familien ziehen das Landleben nicht länger dem Stadtleben vor. Dies zeigt sich nun in Schweizer Städten wie Zürich, Bern und vielen weiteren. Die Städte werden nicht nur grösser, sondern auch jünger.

Junge Städte: Immer mehr Familien wohnen in der Stadt

Immer mehr junge Familien bleiben in der Stadt. Foto: iStock, Thinkstock

Wer in Schweizer Städten wie Zürich, Basel oder Bern den Blick schweifen lässt, kann feststellen, dass es immer mehr junge Schweizer gibt. Dies belegen auch die aktuellen Zahlen der Stadt Zürich, die Sie hier einsehen können.

Schweizer Städte werden grösser und jünger

Die Stadtbevölkerung in Zürich ist allein dieses Jahr um 1 Prozent und damit um 2600 Menschen gewachsen, berichtete 20min.ch heute. Aber auch der Alterdurchschnitt ist im Vergleich zu den 80er Jahren gesunken. Lag dieser damals bei 41.8 Jahren, liegt er heute bei 40.2 Jahren. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch in den Schweizer Städten Bern, Basel-Stadt, St. Gallen und Luzern.

Schweizer Städte werden attraktiver für Familien

Ein Grund dafür, dass Schweizer Städte jünger werden, findet sich darin, dass immer mehr Schweizer bereit sind, mit ihrer Familie in der Stadt zu leben. «Früher zog ein grosser Teil dieser jungen Familien nach wenigen Jahren in die Agglomeration», sagt Politgeograf Michael Hermann gegenüber 20.min.ch. Heute habe sich das geändert, so dass Studenten und vor allem Kinder die Städte verjüngten, erklärt Hermann weiter.

Auch die Zuwanderung von Ausländern sei ein Grund für die Verjüngung der Schweizer Städte. Daneben hat ein Imagewandel der Stadt dazu beigetragen, dass Schweizer Städte attraktiver für Familien geworden sind. «Ende der 90er Jahre haben die Städte Massnahmen im Wohnungsbau ergriffen, um steuerkräftige Bürger und Familien anzuziehen», erklärt Peter Sutter vom Seminar für Soziologie der Uni Basel. «Dank Aufwertungen wie den neuen Badeplätzen am Rhein oder Wohnprogrammen für Familien hat es Basel geschafft, dass Familien vermehrt in der Stadt bleiben», so Sutter weiter.

Für Städte geht die Verjüngung aber auch mit grossen finanziellen Herausforderungen einher. Denn für die Familien müssen Wohnungen, für die vielen Kinder entsprechende Einrichtungen wie Krippen und Schulen vorhanden sein.

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