Impotenz - möglicher Vorbote eines Herzinfarkts

Anhaltende Potenzprobleme sind unter Umständen ein Anzeichen für einen bevorstehenden Herzinfarkt. Die Impotenz könnte nämlich auf eine Arterienverengung hinweisen. Untersuchungen der Universität des Saarlandes haben das jetzt festgestellt.

In ihre Studie haben die Forscher Beobachtungen von 1519 Männern einbezogen, die schon an einer kardiovaskulären Erkrankung litten. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass für diejenigen, die ebenfalls unter Impotenz litten, ein doppelt so hohes Risiko bestand, einen Herzanfall zu erleiden.

Die Ergebnisse legen nahe, dass sich unter Potenzproblemen leidende Männer ebenso auf kardiovaskuläre Erkrankungen untersuchen lassen sollten. Denn da die Impotenz durch einen nicht ausreichenden Blutfluss in den Penisarterien verursacht werden kann, könnte sie auf eine Verengung der Arterien hindeuten, die auch für einen Herzinfarkt verantwortlich sein kann.

Für die Untersuchung der Universität des Saarlandes wurden Männer aus 13 Ländern begleitet und beobachtet, ob sie in Folge ihrer kardiovaskulären Erkrankung einen Herz- oder Schlaganfall erlitten. Heraus kam, dass die impotenten Studienteilnehmer mit 10 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall erlitten als die potenten Probanden. Ausserdem wurden sie mit 20 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit nach einem Herzversagen in ein Krankenhaus eingeliefert. An diesen Werten änderte sich auch nichts, nachdem andere Lebensumstände wie das Alter oder die Rauchgewohnheiten mit einbezogen wurden.

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