In Zürich nur noch Mundart im Kindergarten

Im Kindergarten im Kanton Zürich darf künftig nur noch Mundart gesprochen werden. Im Kanton Basel-Stadt sind Dialekt und Hochdeutsch gleichwertig. Das haben die Volksabstimmungen am Wochenende ergeben.

Mundart im Kindergarten ist in Zürich Pflicht.

In Zürcher Kindergärten darf nur noch in Mundart unterrichtet werden.

Im Kanton Zürich erhielt die Initiative «Ja zur Mundart im Kindergarten» 53,9 Prozent der Ja-Stimmen, wie Medienberichten zu entnehmen ist. Schweizerdeutsch ist demnach die einzig zulässige Sprache im Kindergarten. 34 Prozent der Wahlberechtigten nahmen an der Abstimmung teil.

Das Komitee für die Initiative hatte argumentiert, dass Kinder von Anderssprachigen besser integriert werden können, wenn sie Mundart sprechen können. Früh erworbenes Hochdeutsch führe nicht zu besseren Resultaten in der Schule, so das Komitee. Bisher gab es eine flexible Regelung für den Kindergarten: Es wurde teilweise in Hochdeutsch und teilweise in Mundart unterrichtet.

Im Kanton Basel-Stadt wurden die Mundart-Initiative und auch der Gegenvorschlag angenommen. In der Stichfrage siegte knapp der Gegenvorschlag mit 222 Stimmen Vorsprung (Dialekt-Initiative: 220'727 Stimmen; Gegenvorschlag: 20'949 Stimmen). Somit werden für Dialekt und Hochdeutsch gleichwertige Lernziele im Schulgesetz festgeschrieben.

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