Schützen Sie Ihr Kind vor der Hand-Fuss-Mund-Krankheit

Immer mehr Kinder in der Schweiz erkranken an der hochansteckenden Hand-Fuss-Mund-Krankheit. Gegen die Viruserkrankung gibt es keinen Impfschutz. Erfahren Sie bei uns, wie Sie Ihr Kind vor dem Virus schützen können.

Schützen Sie Ihr Kin vor der Hand-Fuss-Mund-Krankheit

Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit äussert sich unter anderem durch Fieber und Bläschen im Mundbereich. Foto: iStock, Stephanie Frey, Thinkstock

Bereits im August 2013 berichtete die Basler Zeitung über die epidemieartige Ausbreitung der Hand-Fuss-Mund-Krankheit, die meist unter zehnjährige Kinder betrifft. Die Virenerkrankung verfügt über ähnliche Symptome wie die Maul-und-Klauen-Seuche, da auch sie durch verschiedene Erreger, vor allem aber durch Enteroviren, ausgelöst wird, so berichtete 20min.ch gestern. 

Verbreitung der Hand-Fuss-Mund-Krankheit

Im westpazifischen Gebieten wie Vietnam erkrankten 2011 mehr als 110'000 Menschen an der Hand-Fuss-Mund-Krankheit. 166 von ihnen starben an der Viruserkrankung. Viele der Opfer waren Kinder unter sechs Jahren. Da das Immunsystem von Kleinkindern und Kindern  unter zehn noch nicht vollständig ausgebildet ist, erliegen diese den Folgen des Virus schneller als ältere.

In der Schweiz verläuft die Hand-Fuss-Mund-Krankheit aber weitaus harmloser, weswegen sie laut Bundesamt für Gesundheit trotz ihrer Verbreitung nicht meldepflichtig sei. Dominik Schorr, Kantonsarzt Baselland, weiss laut 20min.ch von mehreren Dutzend Fällen und geht davon aus, dass die Viruserkrankung in Solothurn, Basel-Stadt und weiteren Gebieten verbreitet ist. «Betroffen sind meist Babys mit hohem Fieber, das schliesslich auf eine solche Infektion zurückzuführen ist», sagt Christoph Berger, Co-Leiter der Abteilung Infektiologie und Spitalhygiene der Universitäts-Kinderkliniken Zürich. Zu Todesfällen sei es in der Schweiz aber noch nicht gekommen, denn es handle sich hier um einen weniger aggressiven Virus als den in Vietnam.

Hand-Fuss-Mund-Krankheit: Symptome, Übertragung und Schutz

Symptome:

Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit äussert sich zunächst über Symptome wie Fieber, Übelkeit, Angeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen. Daneben bilden sich im Mund Bläschen und Geschwüre, an den Handinnenflächen und Fusssohlen zeigt sich ein Ausschlag. In der Regel klingen die Krankheitssymptome nach einer Woche ab. Lebensgefährlich wird die Hand-Fuss-Mund-Krankheit, wenn es zu Lungenblutungen oder einer Hirnhautentzündung kommt. Die häufigste Todesursache sind Blutungen in der Lunge (Lungenödem), durch welche die Aufnahme von Sauerstoff unterbunden wird.

Übertragung:

Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit wird von Mensch zu Mensch über Speichel oder Wundsekret übertragen. Eine Übertragung des Virus kann auch fäkal-oral erfolgen, indem man mit dem Stuhl eines Infizierten in Kontakt kommt und sich nachfolgend nicht gründlich die Hände wäscht.

Schutz:

Einen Impfstoff gegen die Viruserkrankung gibt es nicht. Der einzige Schutz besteht in einer regelmässigen und gründlichen Handhygiene. Wer kann, sollte den Kontakt zu Erkrankten meiden.  

Mehr zu der Hand-Fuss-Mund-Krankheit erfahren Sie auf diesem Merkblatt.
 

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