Kinder leiden unter Mobbing im Internet

Eine aktuelle Studie aus England bestätigt das Problem des Mobbings von Kindern im Internet. Die Kinder schikanieren sich gegenseitig mit Worten und Bildern. Die Betroffenen leiden darunter und haben als Folge schlechtere schulische Leistungen.

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Mobbing im Internet. Kinder werden in sozialen Netzwerken schikaniert.

Die Anglia Ruskin University (ARU) veröffentlichte dieser Tage nach Information von Pressetext.com eine Studie zum «Cypermobbing» unter britischen Jugendlichen. Danach haben bereits 18,4 Prozent schlechte Erfahrungen im Internet gemacht. Hauptsächlich in Social Networks wie Facebook werden die Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren mit Beschimpfungen, Beleidigungen und der Veröffentlichung von peinlichen Bildern schikaniert. Mit 69 Prozent waren dabei Mädchen häufiger Opfer von «Cypermobbing». Die Studie aus England bestätigt damit eine deutsche Studie zum Mobbing-Problem im Internet. Der Internet-Security-Anbieter AVG kam im Juni dieses Jahres zum Schluss, dass jedes fünfte deutsche Kind im Alter zwischen sechs und neun Jahren zumindest bereits einmal im Internet schikaniert wurde.

Die betroffenen Kinder leiden unter den Attacken ihrer Altersgenossen. Die Folgen sind ein schwaches Selbstbewusstsein und schlechtere schulische Leistungen. Die Studie der ARU zeigt auf, dass ein Viertel der Opfer aufgrund der Vorfälle der Schule fern blieb. Rund 39 Prozent der Betroffenen kappten soziale Kontakte. Nach Mobbing-Angriffen suchen weniger als die Hälfte Hilfe oder Rat bei Aussenstehenden.

Dem möchte Pro Juventute entgegnen. Denn auch die Schweiz ist nicht von Mobbing im Internet geschützt, wie Stephan Oetiker, Direktor der gemeinnützigen Stiftung im Gespräch mit 20minuten zu berichten weiss. Deswegen startet Pro Juventute zum Schulanfang eine Informationskampagne zum Thema «Cybermobbing» mit Workshops in Schulen zur Stärkung der Medienkompetenz der Kinder. Zudem informieren sie über die Gratisnummer 147, welche Mobbing-Opfern für Unterstützung und Rat zur Verfügung steht. Im letzten Jahr waren es bereits 146‘000 Kinder, welche die Beratung in Anspruch genommen haben.

Text: Lea Schwer am 29.8.2011

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