Jährlich 5000 Schulabbrecher

So viele Jugendliche schmeissen in der Schweiz jährlich die Schule hin. Nicht immer sind dafür allein die Schüler verantwortlich. Auch Lehrer tragen oft zum Abbruch bei, wie eine Studie der Universität Freiburg zeigte.

Anhand ihrer Ergebnisse gehen die Forscher davon aus, dass es in der Realität wesentlich mehr Schulabbrecher gibt, als offiziell bestätigt ist. Sie schätzen die Anzahl sogar auf die dreifache Menge. Diese Dunkelziffer erklären sie damit, dass der Abgang der Schüler oft von der Schule verschwiegen wird, weil dies immernoch ein Tabuthema sei.

Die Studie zeigte ausserdem, dass nicht nur die besonders schwierigen Jugendlichen zu den Schulabbrechern gehören. Die Forscher der Universität Freiburg trafen während der Studie hauptsächlich auf vier verschiedene Typen von Abgängern. Die Zahl der Rebellen belief sich dabei auf 34 % der Abbrecher. Schulversager waren mit 28 % dabei, Schulmüde stellten 25 % und Aussenseiter 13 %.

Weiterhin fanden die Forscher heraus, dass die Schulen an den Abbrüchen oft eine Mitverantwortung tragen. Denn meist sind es nicht die schlechten Leistungen der Schüler, die zum Abgang führen. Im Gegenteil sind es eher das Verhältnis zu Lehrern und Mitschülern.

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