Joggen verlängert die Lebensdauer

Eine Langzeitstudie dänischer Forscher konnte bestätigen, dass Joggen in jedem Alter gut für die Gesundheit ist. Wer zwei bis drei Mal in der Woche joggt, kann seine Lebensdauer um bis zu sechs Jahre verlängern.

Joggen wirkt sich positiv auf die Lebensdauer aus

Joggen ist gut für die Gesundheit und kann die Lebensdauer beträchtlich verlängern. Foto: Hemera - ThinkStock

Regelmässiges Joggen verlängert die Lebensdauer bei Frauen um 5.6 Jahre, bei Männern gar um 6.2 Jahre. In der Langzeitstudie «Copenhagen City Heart Study» bestätigten dänische Forscher den positiven Effekt des Ausdauersports auf die Gesundheit. «Wir können anhand unserer Daten endgültig sagen, dass Joggen gut für die Gesundheit ist», sagte Studienleiter Peter Schnorr kürzlich an einer Tagung in Dublin. Untersucht wurden die Lebensgewohnheiten von 20'000 Frauen und Männern im Alter zwischen 20 und 93 Jahren. Über einen Zeitraum von 35 Jahren verglichen die Forscher ausserdem die Sterberaten von Joggern und Nicht-Joggern. Dabei kam heraus, dass sich bereits eine Stunde leichtes Lauftraining pro Woche positiv auf die Lebensdauer auswirkt.

Bedachtes Joggen in gemässigtem Tempo

Die besten Werte erreichten Jogger, die sich eine bis zweieinhalb Stunden pro Woche in einem gemässigten Tempo bewegten. Ideal sind zwei bis drei wöchentliche Einheiten, bei denen der Läufer zwar etwas stärker atmen muss, aber nicht atemlos ist. Auch Menschen mittleren oder höheren Alters haben durch diese Form des Ausdauertrainings keine gesundheitlichen Nachteile.

Weshalb sich Joggen so positiv auf die Lebensdauer auswirkt, hat mehrere Gründe: Es verbessert Blutfettwerte, Sauerstoffaufnahme, Knochendichte und das Immunsystem. Zudem verhindert regelmässiges Laufen Übergewicht und schützt vor zu hohem Blutdruck. Aufpassen müssen Läufer jedoch bei der Wahl der Schuhe und der Laufstrecke: «Es wird erst dann gefährlich, wenn man mit abgelaufenen Schuhen auf einem harten Untergrund und mit einem schlechten Laufstil joggt», erklärte Rüdiger Reer, Sportmediziner an der Universität Hamburg, gegenüber Pressetext.com.

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