Jugendliche öfter kriminell als Erwachsene

Minderjährige sind unter Tätern übervertreten. Die polizeiliche Kriminalstatistik aus dem Jahr 2009, die das Bundesamt für Statistik am Montag veröffentlichte, zeigt, dass zehn bis 18-Jährige überproportional unter den Beschuldigten vertreten sind.

Rund 15’000 Beschuldigte bei Straftaten waren Kinder und Jugendliche. Das entspricht etwa 18 Prozent. Da der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung aber nur elf Prozent entspricht, kann man sagen, dass Teenager öfter kriminell waren als Erwachsene.

Man muss die Verhältnisse allerdings etwas relativieren. Markus Notter, der Präsident der Justiz- und Polizeidirektorenkonferenz (KKJPD) sagte der Nachrichtenagentur SDA: «Menschen im Altersheim sind weniger anfällig». Generell würden junge Männer mit bescheidenem Bildungshintergrund am ehesten kriminell.

2009 wurden in der neuen polizeilichen Kriminalstatistik rund 447’000 Fälle mit insgesamt 676'000 Straftaten registriert. Hauptsächlich handelte es sich um Diebstähle und Sachbeschädigungen. Die Gewaltstraftaten machten neun Prozent aus.

Die polizeiliche Kriminalstatistik finden Sie hier.

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