Jedes dritte Kind im Kindergarten soll in die Therapie

Viele Kinder haben schon früh Förderbedarf. Experten schätzen, dass bereits bei 30 Prozent der Kinder im Kindergarten eine Abklärung für eine Therapie stattfindet.

Schon im Kindergarten-Alter können Kinder in eine Therapie kommen.

Schon im Kindergarten sollen Kinder gefördert werden, auch mit Therapien. Foto: © Dron - Fotolia.com

«Schätzungsweise 30 Prozent aller Kinder im Kindergarten werden abgeklärt», sagte Lilo Laetzsch, Präsidentin des Zürcher Lehrerverbandes dem «Sonntag». Manche Kinder erhalten daraufhin eine Stunde Therapie, bei anderen dauert die Therapie sogar bis zu einem Jahr, wie die Zeitung in einem Bericht von Samstag schreibt. Therapien werden beispielsweise im Bereich Logopädie oder Psychomotorik angeboten.

Eine Kindergartenlehrerin sagte, dass manche Klassenlehrer sogar in Bedrängnis kommen würden, wenn sie nicht ein bis vier Kinder pro Klasse therapieren wollen. Die Lehrer sind angehalten herauszufinden, warum ein Kind Probleme hat und wie diese schnell behoben werden können. «Viele Kinder kommen aus mehrfach belasteten Familien und haben einen umfassenden Förderbedarf», sagte Anita Crain, Stufenleiterin Volksschulen in Basel-Stadt der Zeitung. Deutlich zugenommen hätten Schwierigkeiten im sprachlichen Bereich, aber es gebe auch mehr Kinder mit Auffälligkeiten im psychischen Bereich.

Die Gemeinden und Kantone bauen ihr Angebot für Therapien auch ständig aus. In Zürich variiert aber die Anzahl der therapierten Kinder von Gemeinde zu Gemeinde. Deshalb will man eine Monitoring-Stelle einrichten, die die Angebote in den Gemeinden vergleichen soll.

Den Artikel aus «Der Sonntag» finden Sie hier www.sonntagonline.ch

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