Hochspezialisierte Kinderbehandlungen nur noch an wenigen Spitälern

Um die hochspezialisierte Kindermedizin sollen sich künftig nur noch wenige Spitäler kümmern. Das haben die Gesundheitsdirektoren am Freitag beschlossen.

Kinderbehandlungen gibt es nur noch an wenigen Spitälern.

Die Intensivbehandlung von Frühchen findet nur noch an wenigen Spitälern satt.

Benötigt beispielsweise ein Frühchen eine Intensivbehandlung, so ist dies nur noch in zehn Zentren möglich. «Diese Neonatologien der höchsten Versorgungsstufe verfügen über die notwendige Erfahrung und Infrastruktur, um die optimale Betreuung dieser Neugeborenen zu gewährleisten und ihnen dadurch einen optimalen Start ins Leben zu ermöglichen», begründete die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) in einer Mitteilung den Entscheid. Die Intensivbehandlung von Frühgeborenen übernehmen die Universitätsspitäler Genf, Lausanne, Bern und Zürich, die universitären Kinderspitäler beider Basel (UKBB) und Zürich, die Kantonsspitäler Luzern, Aarau, Chur und St.Gallen gemeinsam mit dem Ostschweizer Kinderspital.

Ab Anfang 2012 und bis 2015 sollen nur noch wenige Spitäler für hochspezialisierte Kindermedizin wie die Intensivbehandlung von Frühchen zuständig sein. Anschliessend soll wieder diskutiert und neu entschieden werden. «Die Konzentration von hochspezialisierten Behandlungen und Eingriffen trägt zur Verbesserung der Behandlungsqualität bei», schreibt die GDK. Dadurch entstünden tendenziell weniger Komplikationen und die Überlebenschancen der betroffenen Patientinnen und Patienten würden verbessert. Die Eltern der Kinder seien durchaus bereit, weite Wege in Kauf zu nehmen, wenn sie wüssten, dass ihr Kind eine optimale Versorgung erhalte, sagte die St. Galler Regierungsrätin Heidi Hanselmann, GDK-Vorstandsmitglied gemäss einem Beitrag von «NZZ Online».

Für folgende Kinderbehandlungen sind ab 2012 folgende Spitäler zuständig:

Die Behandlung von Kindern mit schweren Verbrennungen wird in den Brandverletztenzentren des Kinderspitals Zürich und des Universitätsspitals Lausanne erfolgen. Sie verfügten über die notwendige hochmoderne Infrastruktur und langjährige Expertise, heisst es bei der GDK.

Für Lungentransplantation ist das Universitätsspital Zürich zuständig; für Lebertransplantation das Universitätsspital Genf. Es sind nur zwei Zentren nötig, da diese Organtransplantationen bei Kindern äusserst selten auftreten. Die etwas häufiger vorkommenden Nierentransplantationen werden an den Universitätsspitäler Bern, Lausanne und Zürich durchgeführt.

Das Universitätsspital Genf übernimmt aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in der Leberchirurgie bei Kindern komplexe Eingriffe an der Leber. Hier befindet sich zudem das einzige Lebertransplantationszentrum für Kinder in der Schweiz. Komplexe chirurgische Eingriffe an der Luftröhre werden am Universitätsspital Lausanne durchgeführt.

Wo weitere hochspezialisierte Kinderbehandlungen durchgeführt werden, erfahren Sie unter www.gdk-cds.ch

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