Kindern liegt Taktgefühl im Blut

Schon Babys bewegen sich zur Musik, ohne dass sie dazu aufgefordert werden müssen. Bereits bevor sie sprechen lernen, können sie ihre Bewegungen auf den Rhythmus der Musik abstimmen, wie Studien bestätigten.

Musikforscher und Psychologen aus Finnland und England spielten in einem Versuch 120 Kindern zwischen fünf Monaten und zwei Jahren mehrere Musikstücke vor. Während die Musik lief, filmten die Wissenschaftler die Bewegungen der Kinder. Dabei zeigte sich, dass schon Babys auf den Rhythmus und das Tempo der Musik ansprachen. Melodie und Sprache der Musik schienen dagegen weniger wichtig zu sein.

Die Bewegungen der Kinder wurden im Bezug auf einzelne Kategorien der Musikstücke ausgewertet. So verglichen die Wissenschaftler verschiedene Stimuli wie klassische Musik, rhythmische Schlagzeugschläge, Kinderlieder und gesprochene Sprache. Dadurch konnten sie feststellen, auf welche der Stimuli die Kleinen besonders reagierten und auf welche nicht so sehr.

Durch das Ergebnis der Studie sehen die Forscher es als erwiesen an, dass Rhythmusgefühl nicht erlernt werden muss, sondern bereits angeboren ist. Diese Annahme stützen sie darauf, dass schon bei Babys im Alter von sechs Monaten rhythmische Bewegungen zu erkennen waren und auch bei allen Babys etwa die gleichen Reaktionen auftraten. So gab es auch keinen Ausschlag, ob die Kinder vorher schon mit Mutter oder Vater regelmässig frühmusikalische Kurse besuchten. Auch die Einstellung der Eltern zu Musik und Tanz machte keinen Unterschied.

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