Kinderschutz im Internet: Was Eltern wissen sollten

90 Prozent der 12- bis 13-Jährigen haben ein Handy, 80 Prozent der 12- bis 19-Jährigen sogar ein Smartphone, listet ein neuer Eltern-Ratgeber Fakten zur Mediennutzung auf. Die digitale Welt fasziniert Kinder und verunsichert Eltern. Der neue Ratgeber zeigt Eltern, wie sie mit dem Thema Kinderschutz im Internet umgehen sollten und stellt hilfreiche Faustregeln zusammen.

Kinderschutz im Internet: Einfache Faustregeln helfen weiter.

Kinderschutz im Internet: Fautsregeln helfen, kompetent mit Medien umzugehen. Foto; Hemera, Thinkstock

Wie lange dürfen Kinder täglich surfen? Ab wann dürfen Kinder ohne Kontrolle das Internet nutzen? Worauf müssen Eltern beim Thema Kinderschutz im Internet besonders achten? Die Verunsicherung ist gross. Eine neue Broschüre der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die Anfang Februar vorgestellt wurde, macht Eltern jetzt medienkompetent. «MEDIENKOMPETENZ, Tipps zum sicheren Umgang mit digitalen Medien» klärt auf und versorgt Eltern mit einfachen und praktischen Richtlinien.

Das Wichtigste in Kürze: die 3-6-9-12 Faustregel

Grundsätzlich gilt die 3-6-9-12 Regel: Für Kinder unter drei Jahren ist der Bildschirm tabu. Eine eigene Spielkonsole für unter Sechsjährige ist nicht nötig. Beim Internet gilt: kein Internet vor neun Jahren und kein unbeaufsichtigtes Internet vor zwölf Jahren. Diese Faustregel ist ein guter Anhaltspunkt für den Alltag mit den Medien und beantwortet eine Vielzahl Fragen zum Medienkonsum.

Kinderschutz im Internet: Gebote statt Verbote

Verbote machen die Medienwelt nur noch interessanter und helfen wenig, weil die Eltern das Surfen – gerade bei Jugendlichen - kaum kontrollieren können. Deshalb gilt, dass ein offener Dialog am hilfreichsten ist. Eltern sollten gemeinsam mit ihren Kindern Bildschirmzeiten festlegen. Ein Gespräch darüber, was den Kindern und Jugendlichen im Internet gefällt und warum, ist effektiver als Filtersoftware. Insbesondere ein klärendes Gespräch zum Thema Kinderschutz im Internet und darüber, wie viel Kinder im World Wide Web preisgeben sollen, ist zu empfehlen.

Surfen im Internet: Eltern sind Vorbilder

Wenn Eltern ihre Kinder medien-fit machen wollen, müssen sie ein Vorbild sein. Der Bildschirm ist kein Babysitter. Planen Sie interessante Ausflüge oder Bastelnachmittage mit den Kindern und Sie werden feststellen, dass der Fernseher schnell vergessen ist. Ganz wichtig: TV, Playstation und PC haben im Kinderzimmer nichts verloren. Wenn Kinder im Wohnzimmer surfen oder fernsehen, haben Eltern einen guten Überblick über das Medienverhalten. Wenn Ihr Kind gerne chattet, sei es über ein Soziales Netzwerk wie Facebook oder in einem Forum, sollten Sie immer genau nachfragen, mit wem es da online plaudert und worüber.
 

Broschüre zum Download

Das könnte Sie auch interessieren

Services & Newsletter