Kindersitze im Test: Traditionsmarke enttäuscht

Auch in diesem Jahr haben ADAC und Stiftung Warentest wieder Kindersitze getestet und kamen zu teils überraschenden Ergebnissen. Vier der getesteten Modelle, darunter zwei Sitze einer teuren Traditionsmarke, bestanden den Test nicht.

Kindersitze: Nicht alle Modelle konnten überzeugen

Ein Kindersitz sollte vor dem Kauf im Auto getestet werden. Foto: iStock, Thinkstock

Bei einem Autounfall kann bereits ein kleiner Zusammenstoss grossen Schaden anrichten, wenn der Kindersitz falsch befestigt wurde oder ungünstig sitzt. ADAC und Stiftung Warentest haben 16 Autokindersitze auf die Kriterien Sicherheit, Bedienung und Ergonomie, Schadstoffgehalt, Reinigung sowie Verarbeitung getestet. Vor allem die teure Marke Römer enttäuschte, wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtete.

Guter Kindersitz: Der Cybex Juno 2-Fix ist Testsieger

In allen getesteten Kategorien überzeugte der Cybex Juno 2-Fix aus der Klasse eins für Kinder von bis zu vier Jahren. Vor dem Kauf sollte dieser jedoch unbedingt ausprobiert werden, da er einen Fangkörper hat, den nicht alle Kinder akzeptieren. Des Weiteren konnten folgende Modelle mit der Bewertung «gut» überzeugen:

  • Casualplay Q-Retraktor Fix (Klasse zwei, bis zu vier Jahren)
  • Casualplay Q-Retraktor Fix & Support Leg (Klasse zwei, bis zu vier Jahren)
  • Römer Kidfix XP SICT (Klasse zwei und drei, bis zu zwölf Jahren)
  • Recaro Monza Nova 2 (Klasse zwei und drei, bis zu zwölf Jahren)
  • Storchenmühle Solar (Klasse zwei und drei, bis zu zwölf Jahren)
  • Recaro Monza Nova 2 Seatfix (Klasse zwei und drei, bis zu zwölf Jahren)

Infobox: Kindersitze unbedingt im eigenen Auto testen!

Vor dem Kauf sollten sich die Eltern nicht nur über die Sicherheit eines Kindersitzes informieren, sondern müssen auch abklären, wie dieser optimal eingebaut wird. Da nicht jeder Sitz für jedes Auto geeignet ist, sollte das gewünschte Modell direkt im Auto ausprobiert werden. Ein Modell eignet sich nur dann zum Kauf, wenn der Sitz sich stabil befestigen lässt und der Gurt richtig verläuft.

 

Schlechte Resultate für Römer

Nicht überzeugen konnte beim Test die teure Traditionsmarke Römer. Erstmals vielen beim Test zwei Römer-Sitze durch: «Max-Fix» für 390 Euro konnte dem Frontaufprall nicht standhalten, «Xtensafix» für 300 Euro wies zu hohe Schadstoffwerte auf. Auch durchgefallen sind der Axkid Kidzofix für Kinder von einem bis sieben Jahren und die Babyschale Nania Baby Ride für Kinder bis anderthalb Jahren. Der Axkid Kidzofix flog beim Frontalcrash quer durch das Auto, das Kind in der Babyschale wäre bei einem Unfall direkt an die Fahrzeugtüre geschleudert worden.

Die Prüfer von ADAC und Stiftung Warentest konstatierten, dass in diesem Jahr auffallend viele Modelle getestet wurden, die den Anforderungen nicht genügen. Auch der TCS hat im Mai seine Testresultate zu Kindersitzen veröffentlicht.

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