Dank Qualitätslabel in Kindertagesstätten soll die Betreuung verbessert werden

Ein neues Qualitätslabel soll in Zukunft die Qualität der Kindertagesstätten in der Schweiz garantieren. Bereits Anfang des Jahres wurde dafür ein Kriterienkatalog ausgearbeitet. Im April geht es mit ausgewählten Krippen in die Pilotphase. Bereits im Sommer 2013 sollen Kindertagesstätten in der Schweiz das Qualitätslabel erwerben können.

Kindertagesstätte in der Schweiz: Mit Qualitätslabel zur besseren Betreuung

Kindertagesstätte in der Schweiz: Dank Qualitätslabel soll die Betreuung optimiert werden. Foto: Stockbyte, Thinkstock.

Wer schon mal einen Krippenplatz in einer Kindertagesstätte in der Schweiz gesucht hat, kennt das Problem der Informationsbeschaffung: Nicht alle Krippen haben eine informative Homepage, Besuchertermine werden selten angeboten und die telefonische Erreichbarkeit könnte auch besser sein. Eltern sollen in Zukunft dank dem Qualitätslabel um die aufwendige Informationsbeschaffung herumkommen.

Ab Sommer 2013 kann jede Kindertagesstätte in der Schweiz das Label erwerben

Voraussichtlich wird jede Kindertagesstätte in der Schweiz das Qualitätslabel nach Abschluss der Pilotphase bereits im Sommer 2013 erwerben können, berichtet tagesanzeiger.ch heute. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von der Jacobs Foundation und dem Branchenverband Kitas. Geprüft werden die Kitas aber von der Firma Procert. Die Auszeichnung ist freiwillig und kann von jeder Kindertagesstätte in der Schweiz erworben werden – auch wenn sie nicht im Kita-Verband sind.

Das Label für die Kindertagesstätten in der Schweiz kostet 3000 bis 4000 Franken

«Meldet sich eine Krippe an, werden die Zertifizierungsexperten von Procert rund einen Tag vor Ort die Institution und deren pädagogische Arbeit überprüfen», erklärt Sandro Giuliani, Geschäftsführer der Jacobs Foundation, die die Entwicklung des Labels finanziert. Eine Zertifizierung werde 3000 bis 4000 Franken kosten, wovon die Jacobs Foundation rund die Hälfte übernehmen wolle. Ausserdem müssten sich Institute, die das Label erhalten, alle drei bis vier Jahre rezertifizieren lassen und alle ein bis zwei Jahre ein Zwischenaudit bestehen, erläutert Sandro Giuliani gegenüber Tagesanzeiger.ch.

Die «inneren Faktoren» jeder Kindertagesstätte in der Schweiz sind wichtig

Während Behörden vor allem die strukturellen Faktoren wie etwa die Grösse der Räume oder die Ausbildung des Personals prüfen, soll das Qualitätslabel die «inneren Faktoren» prüfen, erklärt Priska Gehring-Hertli, Vorstandsmitglied bei Kitas heute gegenüber tagesanzeiger.ch. «Wir wollen beispielsweise wissen, ob eine Krippe die Kinder einfach nur betreut, oder ob sie bewusst ein anregendes Umfeld für die geistige und seelische Entwicklung der Kinder anbietet.»

 

Das könnte Sie auch interessieren

Services & Newsletter