Konkubinat: Für Todesfall vorsorgen

Im Todesfall sind Partner aus nichtehelichen Lebensgemeinschaften nicht automatisch abgesichert. Stirbt ein Konkubinatspartner, erhält der andere das Geld aus der Zweiten Säule unter Umständen nur dann, wenn es vorher schriftlich festgelegt wurde. Das hat das Bundesgericht in einem Urteil beschrieben.

Wie NZZ Online jetzt berichtet, hatte das Bundesgericht die Beschwerde einer Frau abgewiesen, deren Partner 2007 verstorben ist. Statt ihr erhalten die Mutter und die drei Schwestern die Pensionskassengelder des Verstorbenen, weil er nicht schriftlich festgelegt hatte, dass seine Partnerin das Geld aus der Zweiten Säule erhalten soll.

Die Begründung des Bundesgerichts lautete: Es enspricht «der Natur der nicht- ehelichen Lebensgemeinschaft (entspricht), dass im Unterschied zur gesetzlich geregelten Ehe die Beziehung zwischen den Partnern vollumfänglich deren Autonomie überlassen wird».

Konkubinatspartner sollten daher für den Todesfall vorsorgen. Auch und gerade wenn man noch jung ist. Denn wenn keine schriftliche Festlegung vorliegt, hat der Hinterbliebene im Todesfall keinen Anspruch auf die Pensionsgelder aus der Zweiten Säule des Verstorbenen.

Weitere Informationen zum Konkubinat gibt es unter www.konkubinat.ch

Das könnte Sie auch interessieren

Services & Newsletter