Kopfschmerzen durch Freizeitmangel

Etwa jedes zweite Mädchen und jeder vierte Knabe im Pubertätsalter leidet unter wiederholten Kopfschmerzen. Längst nicht jeder oder jede gehen allerdings zum Arzt, vielmehr therapieren sie sich selber mit Medikamenten beziehungsweise bekommen diese von ihren Eltern verabreicht.

Die Ursachen für den Kopfschmerz sind unterschiedlich, es könnten hormonelle Veränderungen dahinter stecken, oft ist es aber Stress, wie der deutsche Mediziner Uwe Büsching beobachtet hat.

In diesem Alter ist es besonders wichtig, dass man ausreichend freie Zeit hat. Intensiver Stress während der Pubertät erhöht gemäss Büsching die Wahrscheinlichkeit, als Erwachsener unter Migräne zu leiden. Klagt ein Jugendlicher mehrmals wöchentlich über Kopfschmerzen oder wacht deswegen nachts auf, sollte er sich untersuchen lassen, um ernsthaftere Ursachen auszuschliessen.

Einen entscheidenden Einfluss auf die Häufigkeit von Kopfschmerzen haben auch die Lebensumstände. Als Risikofaktor nennen Experten mehr als eine Stunde Musikkonsum pro Tag, mehr als eine Stunde Gameboy bzw. Computerspiele täglich sowie mehr als zwei Gläser hochprozentiger Alkoholkonsum pro Woche.

Keinerlei Einfluss auf das Kopfschmerzrisiko hatten Fernsehkonsum sowie sportliche Aktivitäten.

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