Krippen-Revolution in Luzern

Kein Scherz. Am 1. April wurde in der Stadt Luzern die finanzielle Unterstützung für die externe Betreuung für Kinder im Vorschulalter total umgestellt. Eltern von Kindern in einer Krippe oder bei einer Tagesmutter erhalten neu einen Betreuungsgutschein.

Der Weg ist zwar neu, aber er funktioniert. Und hat durchaus die Kapazität, Gesamtschweizerisches Vorbild zu werden.

Durch die Umstellung der Finanzierung erhalten nicht nur die Eltern staatliche Unterstützung, die rechtzeitig einen Krippenplatz ergattern konnten, sondern alle Berechtigten. Die Höhe der Betreuungsgutscheine richtet sich nach dem Einkommen der Eltern. Ihre Anzahl hängt vom Arbeitspensum ab.

Vom neuen Modell profitieren auch die Krippen. Denn Eltern können frei wählen, in welche sie ihr Kind schicken wollen. Seit April sind 40 neue Betreuungsplätze entstanden, zwei neue Krippen haben den Betrieb aufgenommen. Neue Krippenplätze entstehen genau da, wo sie auch gebraucht werden.

Wie das Beispiel der Stadt Luzern zeigt, ist die bisher übliche direkte Subvention von Krippen offenbar ein Modell von gestern und wert, abgeschafft zu werden. Vielleicht könnte so in der Schweiz auch das Krippenplatzproblem bald der Vergangenheit angehören?

Hoffen wir, dass andere Städte dem Beispiel Luzern bald folgen. Der Bund jedenfalls ist interessiert und unterstützt das Modell mit 2,4 Millionen Franken.

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