Lehrlingsmangel: Firmen holen Lehrlinge aus dem Ausland

Da es nicht genug Schweizer Bewerber auf dem Lehrstellenmarkt gibt, rekrutieren Firmen Lehrlinge vermehrt im Ausland. Novartis und Roche setzen auf deutsche Abiturienten.

In der Schweiz herrscht ein Lehrlingsmangel.

Immer mehr Lehrlinge werden gesucht. Foto: © Greg Epperson | Dreamstime.com

Erstmals seit Beginn der Lehrstellenstatistik 2003 gibt es mehr Lehrstellen in der Schweiz als Bewerber. Notstand herrsche vor allem bei technischen Berufen, so ein Bericht der «NZZ am Sonntag». Derzeit sind hier noch 5500 Lehrstellen unbesetzt. Zum Beispiel fehlen Jugendliche, die sich zum Elektroinstallateur, zum Automatiker oder Laboranten ausbilden lassen wollen.

Deshalb rekrutieren Firmen Bewerber vermehrt im Ausland. «Der Schweizer Markt ist für anforderungsreiche Berufe wie Chemie- oder Biolaborant zu klein», sagte Martin Opplinger, Berufsbildungskoordinator von Novartis gegenüber «NZZ am Sonntag». Von 300 Lehrlingen bei der Firma kommen 20 bis 30 Prozent aus dem nahen Ausland. Viele Jugendliche kommen aus Deutschland. Sie sind gut gebildet und bringen oft ein Abitur mit.

Probleme ausreichend Bewerber zu finden, haben vor allem die kleineren Betriebe. Sie versuchen daher schon immer früher die Jugendlichen zu rekrutieren.

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