1000 Zürcher Schulabgänger suchen eine Lehrstelle. Helfen Sie mit!

Ohne Ausbildung, keine Perspektive. Rund 1000 Schulabgänger aus dem Raum Zürich haben zwar seit letzten Sommer ein Zeugnis in der Tasche, aber nur wenig Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Die Stiftung Berufslehr-Verband Zürich (BVZ) engagiert sich deshalb gemeinsam mit den Betrieben für die Schaffung neuer EBA-Lehrstellen. Wie Sie den BVZ unterstützen können, erfahren Sie hier.

Junge Menschen brauchen Perspektiven!

Wer sich ehrlich bemüht, motiviert ist und einen realistischen Berufswunsch hegt, der sollte die Möglichkeit für eine Berufsausbildung erhalten.Foto: © BVZ

Nach wie vor braucht es mehr Lehrstellen. Die Nachfrage nach Lehrstellen ist in der Schweiz traditionell hoch. Rund 75 % von den Schulabgänger beginnen ihr Berufsleben mit einer Lehre. Noch höher ist die Nachfrage im Wirtschaftsstandort der Stadt Zürich. Dennoch bieten viele hochspezialisierte und internationale Firmen im Raum Zürich keine Lehrstellen an, weil sie dem Anforderungsprofil der Berufsausbildung nicht entsprechen. Der Berufslehr-Verband Zürich engagiert sich deshalb gemeinsam mit den Betrieben neue Lösungen und Ausbildungsplätze schaffen, damit insbesondere sozial benachteiligte Jugendliche in das Erwerbsleben integriert werden können.

Um Betrieben, die bislang keine Ausbildungsplätze anbieten konnten, bei der Schaffung von Lehrstellen zu unterstützen, fördert und engagiert sich die BVZ für eine Verbundausbildung im Rahmen von EBA-Lehrstellen. Eine Ausbildung mit dem BVZ schafft eine Win-Win-Situation für Lehrbetriebe und Lernende. Die Betriebe sorgen für die praktische Ausbildung. Der BVZ vermittelt den Betrieben die passenden Lehrlinge, handelt die gesamte Administration und koordiniert alle Parteien, die an der Ausbildung beteiligt sind.

Alle wichtigen Facts rund um den BVZ und die Lehrstellen-Offensive


Wer ist der Berufslehr-Verbund Zürich (BVZ) und was macht er?

Die Stiftung Berufslehr-Verbund Zürich (BVZ) koordiniert und betreut über 180 Einsatzbetriebe und bildet gemeinsam mit ihnen zurzeit mehr als 220 Lernende in über zehn Lehrberufen aus. Der BVZ  hat zum Ziel, in Kooperation mit Betrieben, neue Lehrstellen in der Stadt Zürich und der näheren Umgebung zu schaffen. Sie fördert gezielt die Integration von Jugendlichen ins Erwerbsleben.

Weshalb fördert der BVZ insbesondere die Schaffung von EBA-Lehrstellen?

Im Zuge der Reform des Berufsbildungsgesetz sind zahlreiche neue zweijährige Grundausbildungen mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) geschaffen worden. Die Berufsverbände unterstützen die neuen kürzeren Ausbildungszeiten. EBA-Lehrstellen sind durch die Attestausbildungen eidgenössisch anerkannt und stellen die Durchlässigkeit in der Ausbildung nach „oben“ und „unten“ sicher. Ein echter Vorteil für die Branche: Die neuen Berufe schaffen vollwertige, praktische Mitarbeiter, die gezielt als Unterstützung  in bestehende Ausbildungsbetriebe integriert werden können. Ausserdem können jetzt auch Betriebe, die bisher keine Lernenden ausbilden konnten, den Einstieg in die Ausbildung prüfen.

Wie unterstützt der BVZ die Lehrbetriebe?

In  Zusammenarbeit mit dem BVZ kann das Ausbilden von EBA-Berufen im sogenannten Verbundsystem erfolgen. Dabei werden Ausbildungsbetriebe und Lernende durch den BVZ unterstützt, indem sie von den Arbeiten, die rund um das Lehrverhältnis anfallen, entlastet werden. Die Betriebe sollen sich auf die praktischen Aspekte der Berufsbildung konzentrieren können und den Lernenden ihr Fachwissen weitergeben: Der BVZ vermittelt den Betrieben die passenden Lernenden, übernimmt die gesamte Administration und koordiniert die Personen und Institutionen, die an der Ausbildung beteiligt sind (Eltern, Berufsschule etc.). In Konfliktfällen mit Lernenden stellt sich der BVZ als Mediator zur Verfügung und nimmt seinen Teil der Ausbildungsverantwortung wahr. Bei Problemen in der Berufsschule oder im Lehrbetrieb bietet der BVZ seine Hilfe an und engagiert sich des weiteren auch für eine Anstellung der Lernenden nach ihrem Lehrabschluss.

Welches sind die Vorteile für die Lernenden?

Lernenden stehen während der  Ausbildung stets zwei Ansprechpersonen zur Seite – eine im Lehrbetrieb, eine im BVZ – die die Lernenden durch die Lehrzeit begleiten und unterstützen. Nach Bedarf bietet der  BVZ  zusätzliche Unterstützung in Form von  speziellen Stütz- und Förderkursen an und hilft bei der Planung der beruflichen Laufbahn nach der Lehrabschlussprüfung.

Welche EBA-Berufe bietet der BVZ im Verbund an?

  • Büroangestellte/r
  • Detailhandelsangestellte/r
  • Küchenangestellte/r
  • Hotellerieangestellte/r
  • Restaurationsangestellte/r
  • Hauswirtschaftspraktiker/in
  • Gärtner EBA
  • Reifenpraktiker/in
  • Haustechnikpraktiker/in
  • Gebäudereiniger/in

Wie sollen Betriebe vorgehen, die eine EBA-Ausbildung im Verbund in Betracht ziehen?

Betriebe, die sich in der Ausbildung von Berufsnachwuchs engagieren wollen, nehmen am besten gleich direkt Kontakt mit dem BVZ auf. Gemeinsam mit den Berufsbildungskoordinatoren wird die Ausgangslage erörtert und nach geeigneten Möglichkeiten gesucht, um mit fachkundiger Unterstützung in die Berufsbildung einsteigen zu können.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des BVZ: www.berufslehrverbund.ch

 

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