Lohnungleichheit gestiegen: Frauen verdienen immer noch weniger

Frauen verdienten im Jahr 2008 fast ein Fünftel weniger als Männer. Nach Angaben des Bundesamts für Statistik ist der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen zwischen 2006 und 2008 von 18,9 Prozent auf 19,3 Prozent gestiegen. Wohingegen die Differenz in den Jahren davor sank.

Eine Frau bekam im Jahr 2008 im Durchschnitt monatlich 5376 Franken brutto, ein Mann 6447 Franken. In etwa 60 Prozent der Lohndifferenzen sind erklärbar, zum Beispiel weil Frauen in anforderungsreichen Positionen und Kaderstellen untervertreten sind und weil sie eher in Niedriglohnbranchen arbeiten. Ausserdem haben sie weniger Erfahrung und sind weniger gut ausgebildet. So liegt beispielsweise der Frauenanteil bei den Hochschulabsolventen in der Schweiz bei 41 Prozent.

Für 40 Prozent der Lohnunterschiede gibt es allerdings keine plausible Erklärung. Man spricht dann von einer Lohndiskriminierung wegen des Geschlechts. «Im Baugewerbe und im Verkehr- und Transportbereich sind die diskriminierenden Lohnunterschiede ausserordentlich hoch», so das Bundesamt für Statistik und das Eidgenössische Büro für Gleichstellung von Frau und Mann in einer Broschüre. Frauen verdienen für die gleiche Arbeit und trotz gleicher Voraussetzungen weniger als Männer, nur weil sie eine Frau sind.

Mehr Informationen zu Lohnungleichheit finden Sie beim Bundesamt für Statistik

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