Der Nationalrat bestätigt: Mann und Frau behalten ihre Familiennamen

Jede und jeder soll seinen Familiennamen von der Geburt bis zum Tod behalten dürfen. Nachdem der Ständerat im Juni sein Okay gab, hat am Mittwoch, 28. September auch der Nationalrat die Vorlage zur Änderung des Namensrechts gut geheissen.

Der Nationalrat stimmte dem neuen Namensrecht zu.

Der Nationalrat billigte die Vorlage zum neuen Namensrecht und fördert damit die Gleichstellung.

Das Schweizer Recht sah bisher vor, dass die Frau nach der Heirat den Nachnamen des Ehemannes annahm. Sie konnte also entweder ihren Familiennamen ganz ablegen, oder sich für die Doppelnamen-Variante entscheiden, die rechtlich jedoch von keinerlei Bedeutung war. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte besagte schon 1994, dass das Schweizer Namensrecht dem Gleichstellungsprinzip stark widerspreche. Darauf stützte sich der Ständerat vor wenigen Monaten als er die Vorlage für eine Revision des Namensrechtes bewilligte.

Mit dem neuen Recht werden Doppelnamen abgeschafft. Jeder Partner darf selber wählen, ob er den eigenen Namen behält oder sich als Brautpaar für einen gemeinsamen Nachnamen entscheidet. Im Falle eines gemeinsamen Kindes muss sich das Paar für einen der beiden Familiennamen entscheiden.

Von bürgerlicher Seite kommt allerdings hartnäckiger Widerstand. Nach SVP-Nationalrat Lukas Reimann liesse das neue Recht den Paaren zuviel Freiheit. «Ausserdem würde das neue Recht die Vorgänge auf Zivilstandesämtern massiv verkomplizieren», so der St. Galler Politiker. Andere Kritiker fürchten sogar um den Zusammenhalt der Familie.

Quelle: tagesschau.sf.tv

Text: Sabrina Stallone am 29.09.2011

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