Medienkonsum: Schweizer Kinder surfen am intensivsten

In keinem anderen Land in Europa surfen Kinder soviel wie in der Schweiz. Der hohe Medienkonsum führt bereits dazu, dass Familie, Schule und Freunde vernachlässigt werden. Dennoch zeigen Schweizer Kinder im europäischen Vergleich einen kompetenten Umgang mit den Social Media.

Medienkonsum: Kinder online

Schweizer Kinder sind europaweit am meisten im Internet. Foto: F1online-Thinkstock

Eine Studie der Universität Zürich unterstützt vom Schweizerischen National Fonds erforschte das Verhalten von Schweizer Kindern im Umgang mit den «Social Media». Untersucht wurden 1000 Kinder im Alter von 9-16 Jahren. Die Resultate, die gestern in einer Mitteilung der Universität veröffentlicht wurden, zeigen: Bereits 97 Prozent der Kinder gehen Zuhause online, in der EU sind es nur 87 Prozent. 49 Prozent verfügen über ein mobiles Gerät und jedes zweite Kind verfügt über ein eigenes «Social-Network» Profil. «30 Prozent haben bereits einmal Familie, Freunde oder Hausaufgaben wegen des Internets vernachlässigt», heisst es in der Mitteilung. 

Trotz des hohen Medienkonsums können Schweizer Kinder aber kompetenter als ihre europäischen Nachbarn mit «Social Media» umgehen. Je älter die Kinder, desto besser sind ihre Internetkompetenzen. Anders ist dies bei jüngeren Kindern der Fall. Viele wissen nicht wie sie Privateinstellungen auf ihrer Social-Network Seite ändern und unerwünschte Nachrichten von unbekannten Usern unterbinden können.

Fakt ist auch, dass Schweizer Kinder öfter Bildern von sexuellen Darstellungen begegnen.  «Gestört oder belästigt» fühlen sich die Kinder laut Studie allerdings nicht. Die meisten Kinder können auf eine gute Unterstützung von Eltern oder Lehrer zählen.

 

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