Mit 14 ist man am risikofreudigsten

In der Jugend trifft man viel waghalsigere Entscheidungen als im Rest seines Lebens. Eine Untersuchung zeigte, dass es Hinweise dafür gibt, warum Teenager am ehesten zu risikoreichem Verhalten neigen.

Neurowissenschaftler des University College London meinen ab sofort erklären zu können, weshalb Jugendliche dazu neigen, ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Riskante Lebensweisen wie Rauchen, Alkoholmissbrauch, ungeschützter Geschlechtsverkehr und ungesunde Essgewohnheiten sind da nur einige Beispiele für schädliches Verhalten, das im Jugendalter häufig auftritt.

Für die Studie der Wissenschaftler mussten 86 männliche Teilnehmer zwischen 9 und 35 Jahren ein Glückspiel am Computer spielen. Während dieses Spiels mussten sie sich ständig zwischen riskanten und nicht sehr riskanten Optionen entscheiden. Am Ende jeder Runde wurden die Probanden zu ihrer Zufriedenheit mit ihrem Ergebnis befragt.

Bei diesem Versuch zeigte sich, dass gerade jugendliche Studienteilnehmer am liebsten ein hohes Risiko beim spielen eingehen. Es stellte sich ausserdem heraus, dass die Teenager am meisten Freude an dem Spiel hatten, wenn sie nur mit viel Glück gewannen. Dabei zeigte sich bei den 14-Jährigen die höchste Risikobereitschaft.

Dieses Verhalten resultiert laut der Forscher aber nicht daraus, dass die Teenager zu jung sind, um das Risiko einschätzen zu können. Im Gegenteil würden sie sich bewusst dafür entscheiden. Die Wissenschaftler bestätigten, dass es eher der Nervenkitzel war, der sie an dem Spiel reizte. Das galt besonders, wenn sie noch einmal mit viel Glück davon gekommen waren.

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