Musikalische Bildung soll in Verfassung aufgenommen werden

Nationalrat und Ständerat sprachen sich dafür aus, die musikalische Bildung in der Verfassung zu verankern. Bund und Kantone sollen gemeinsam für die Musikförderung zuständig sein.

Musikförderung soll in der Verfassung verankert werden.

Bund und Kantone sollen sich gemeinsam um die Musikförderung der Kinder kümmern. Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com

Wie NZZ Online heute berichtete, hiessen Nationalrat und Ständerat den Bundesbeschluss über die Jugendmusikförderung gut. Der Nationalrat mit 156 gegen 31 Stimmen bei 8 Enthaltungen, der Ständerat mit 31 gegen 6 Stimmen bei 6 Enthaltungen. Damit soll die musikalische Bildung in der Verfassung festgeschrieben werden.

Der neue Artikel 67a sieht vor, dass sich Bund und Kantone gemeinsam engagieren. Sie sollen für den Musikunterricht an Schulen, den Zugang zum Musizieren für Kinder und Jugendliche und die Begabtenförderung zuständig sein. Über den neuen Verfassungsartikel müssen die Schweizer Stimmbürger nun noch entscheiden.

Eingeleitet wurde die Debatte bereits 2008. Damals hatte der Schweizer Musikrat, der Dachverband der Musikorganisationen, die Volksinitiative «jugend + musik» lanciert, die aber vom Parlament abgelehnt wurde. Die Initianten zeigten sich aber mit dem Gegenvorschlag des Parlaments zufrieden und zogen jetzt ihre Initiative zurück.

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