Muttermilch kann Krebszellen töten

Eine Substanz in Muttermilch kann Krebszellen töten. Das berichten Forscher der Universität Göteborg in Schweden. Sie hatten Blasenkrebspatienten mit der als HAMLET (Human Alpha-lactalbumin Made LEthal to Tumour cells) bezeichneten Substanz behandelt.

Diese schieden nach jeder Behandlung tote Krebszellen über den Harn aus. Das gibt den Forschern Hoffnung, HAMLET in Zukunft bei der Behandlung von Krebs einzusetzen. Man hatte die Substanz schon früher in Muttermilch nachgewiesen, konnte jetzt aber erst zeigen, dass sie betroffenen Krebspatienten helfen könnte.

Das Besondere an der Substanz ist, dass sie nur Krebszellen tötet, aber nicht gesunde Zellen. Ob der Krebs so aber geheilt werden kann, untersuchten die Forscher noch nicht. Denn den Blasenkrebspatienten, die an dem Test teilnahmen, wurde anschliessend planmässig der Tumor chirurgisch entfernt.

Nun versuchen die Wissenschaftler herauszufinden, ob HAMLET auch einen Einfluss auf Hautkrebs und Hirntumore haben kann. Sie wollen zudem wissen, wie die Substanz von der Krebszelle aufgenommen wird.

Die Originalpressemitteilung in Englisch finden Sie hier.

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