Mutterschaftsversicherung wird teurer

Die erst 2005 eingeführte Mutterschaftsversicherung wird Steuerzahler wahrscheinlich bald mehr kosten. Denn der Erwerbsersatzordnung, über die die Mutterschaftsversicherung finanziert wird, fehlt das Geld. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) beantrage daher gemäss «NZZ» eine Erhöhung der Lohnabzüge von 0,3 auf 0,5 Prozent.

Noch vor den Sommerferien wird der Bundesrat voraussichtlich darüber entscheiden. Die Reserven der Erwerbesersatzordnung sanken im vorigen Jahr um 500 Millionen Franken auf 1 Milliarde Franken. Es wird davon ausgegangen, dass sie auch in diesem Jahr weiter sinken werden.

Die Mutterschaftsversicherung zahlt Müttern ab der Geburt des Kindes maximal für die Dauer von 14 Wochen 80 Prozent des früheren Einkommens. Höchstens wird ein Taggeld von 196 Franken pro Tag gezahlt.

Wie die «NZZ» vorrechnet, könnte sich die Steuererhöhung auf total 2,3 bis 3 Milliarden Franken belaufen. Grund ist, dass neben der teureren Mutterschaftsversicherung, eine Mehrwertsteuererhöhung für die Invalidenversicherung und die Erhöhung der Lohnabzüge für die Arbeitslosenversicherung geplant sind.

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