PISA-Studie 2012: Schweizer sind die Mathegenies von Europa

Die Ergebnisse der jüngsten PISA-Studie 2012 liegen vor und erfreuen das Schweizer Bildungssystem: Unsere Schüler zeigen verbesserte Leistungen im Lesen und gehören zu den besten Rechnern Europas.

PISA-Studie 2012: Schweizer Schüler schneiden gut ab

Sie gehören zu den Siegern der PISA-Studie 2012! Foto: iStock, Thinkstock

Bei der PISA-Studie 2012 haben rund 510'000 Schülerinnen und Schüler aus 65 verschiedenen Ländern teilgenommen, 11'000 davon aus der Schweiz. Die Ergebnisse der Erhebung wurden nun veröffentlich, wie der Tagesanzeiger gestern berichtete.

PISA-Studie

Seit 2000 wird alle drei Jahre die PISA-Studie, eine internationale Schulleistungsuntersuchung der OECD (Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung), durchgeführt. Dabei werden auf der ganzen Welt 15-jährige Schülerinnen und Schüler in den Kompetenzen Lesen, Naturwissenschaften und Mathematik geprüft.

 

Top-Leistungen in Mathematik

Mit 531 Punkten gehören die Schweizer Schüler zu den besten Rechnern Europas. Nur die Länder Liechtenstein und Holland befinden sich statistische gesehen in derselben Liga. Auch im internationalen Vergleich ist die Schweiz mit ihrer mathematischen Leistungen unter den Top 12.

Weltweit am besten haben asiatische Staaten in allen drei Kompetenzen abgeschnitten. Die chinesische Stadt Shanghai belegt mit 613 Punkten den ersten Platz in Mathematik.

«PISA-Schock» überwunden

Die Lese-Ergebnisse in der ersten PISA-Studie aus dem Jahr 2000 haben einen regelrechten «PISA-Schock» ausgelöst. Damals konnte einer von fünf Teenagern einen einfachen Text nicht richtig verstehen. Die Resultate der Studie von 2012 sind weitaus erfreulicher und zeigen deutliche Fortschritte in der Leseleistung.

Christoph Eymann, Präsident der kantonalen Erziehungsdirektion, sieht die Gründe für die Verbesserung bei dem veränderten Migrationshintergrund der Einwanderer. Heute besuchen vermehrt Kinder aus privilegierten und akademischen Zuwandererfamilien die Schweizer Schulen.

In den Naturwissenschaften sind die Leistungen im Vergleich zu 2009 schlechter. Die Schweiz befindet sich damit aber immer noch über dem Durchschnitt aller 34 OECD-Länder.

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