Privater Konsum in der Schweiz steigt deutlich

Obwohl die Arbeitslosigkeit weiter steigt, geben die Schweizer wieder mehr Geld aus. Im Januar ist der Privatkonsum stark gewachsen und hat mittlerweile fast wieder das Vorkrisenniveau erreicht.

Im Vergleich zum Vormonat stieg der durch die Grossbank UBS monatlich ermittelte Konsumindikator deutlich an. Der im Dezember ermittelte Wert lag bei 1,19 und stieg im Januar auf 1,36. Zwar ist der Konsumindikator damit noch nicht auf den über lange Jahre hinweg gemessenen Mittelwert von 1,5 gestiegen. Der Konsum im Januar liegt aber bereits nah an dem letzten vor Beginn der Finanzkrise gemessenen Wert im September 2008.

Überraschend war dieser Wert jedoch sogar für die Experten der UBS selbst. Da die Arbeitslosenquote unverändert auf hohem Niveau ist, war mit einer weiteren Erhöhung des Konsumindikators kaum zu rechnen.

Die Zusammensetzung dieses Wertes bemisst sich unter anderem an den Verkaufszahlen von Neuwagen, den Kreditkartenumsätzen im Inland, dem Geschäftsgang im Detailhandel sowie Hotelübernachtungen in der Schweiz. Die UBS führt den Anstieg des Indikators im Januar hauptsächlich darauf zurück, dass sich der Geschäftsgang im Detailhandel verbessert hat sowie darauf, dass die Neuwagenimmatrikulationen zugenommen haben.

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