Pro Juventute kann aufatmen

Die Kinder- und Jugendorganisation Pro Juventute ist erstmals seit 15 Jahren aus den roten Zahlen geklettert. Die Stiftung verkündete heute, dass sie im Jahr 2011 ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen konnte.

Pro Juventute schreibt schwarze Null.

Erstmals seit 15 Jahren gibt es bei Pro Juventute kein Defizit mehr. Foto: © Pro Juventute

«Wir haben die dreijährige Sanierungs-Phase erfolgreich abgeschlossen und unser Ziel erreicht, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen», sagte Stiftungsratspräsident Josef Felder anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsergebnisses 2011. Die Organisation konnte im vorigen Jahr ein Plus von 16‘000 Franken erwirtschaften.

Die Defizite in den Jahren zuvor hatten bei Pro Juventute Alarm ausgelöst. Deshalb wurden 2009 «einschneidende Massnahmen zur Sanierung und finanziellen Gesundung der mittlerweile 100-jährigen Kinder- und Jugendorganisation eingeleitet», wie es in einer Mitteilung heisst. Die Organisation verfolgt seit dem einen  konsequentem Sparkurs. Sie vereinfachte ihre Struktur, aus 187 Bezirken wurden 25 rechtlich und organisatorisch unabhängige regionale Körperschaften. Zudem baute die Stiftung eine professionelle Fundraising-Abteilung auf.

An der mittelfristigen Sicherung des Fortbestands von Pro Juventute müsse aber nach wie vor intensiv gearbeitet werden, erklärte Präsident Felder.  «Als Kinder- und Jugendorganisation sind wir auch in Zukunft auf breite Unterstützung angewiesen, um die essentiellen Aufgaben im angestrebten Umfang wahrnehmen und weiterführen zu können», sagte Pro Juventute-Direktor Stephan Oetiker.

2011 engagierte sich Pro Juventute vor allem für Medienkompetenz, intensivierte die Nothilfe und startete eine Präventionskampagne gegen Jugendsuizid. Die bekannten Elternbriefe erhielten einen neuen optischen und inhaltlichen Auftritt. 2011 war zudem ein besonderes Jahr, da die Stiftung ihr Jubiläum zum 100. Geburtstag einleitete. Noch bis Ende des Jahres finden Aktionen und Erlebnisse für Kinder, Jugendliche und Familien statt. Mehr dazu unter www.projuventute.ch

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