Ritalin deshalb, weil Schüler unterfordert sind?

Die Mehrheit von über 9000 im Kanton Zürich befragten Schülerinnen und Schüler gaben an, im Unterricht unterfordert zu sein. Das muss alarmieren, findet der Tages-Anzeiger vom 26. Juni 2009 (zum Artikel).

Es ist bekannt: Unterforderung kann Verhaltensauffälligkeiten, psychosomatische Krankheiten bis hin zu Depressionen oder Hyperaktivität auslösen. Unterforderte Kinder können schwer erziehbar, vermeintlich dumm oder zu Aussenseitern werden. Zudem geht bei der Unterforderung viel Potenzial verloren! Im schlechtesten Fall heisst die vermeintliche Lösung Ritalin... Schulreformen hin zum individuellen Unterricht und mehr Unterstützung für die Lehrpersonen könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein. Wenn die Schülerinnen und Schüler unterfordert sind, dann sollten wir ihnen keine Pillen dagegen verabreichen. Denn das System sollte dem Menschen dienen und nicht sich der Mensch ans System anpassen müssen, da wo er nicht passt. (kf, 27.6.)

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