So sieht der jugendliche Intensivstraftäter aus

Dank Fedpol (Bundesamt für Polizei) haben wir nun ein Bild des jugendlichen Intensivstraftäters. Er hat folgendes Profil: Er ist männlich, stammt in der Regel aus bildungsfernen Schichten mit Migrationshintergrund und lebt bezüglich Familie, Schule, Arbeit und Drogenkonsum in problematischen Verhältnissen. So gelesen bei NZZ online vom 3. Juli 2009 (zum Artikel).

Auf der Basis der Aussagen der Kantone sei landesweit von ungefähr 500 jugendlichen Intensiv- und Mehrfachtätern auszugehen, heisst es zudem in dem Bericht. Beruhigend scheint auf den ersten Blick auch, dass der Anteil der angezeigten Minderjährigen an der Gesamtzahl der tatverdächtigen Personen gegenüber dem letzten Jahr ungefähr gleich geblieben ist. 19,5 Prozent aller angezeigten Straftaten wurde letztes Jahr von Jugendlichen verübt, weiss die Statistik weiter. Waren das alles diese ungefähr 500 Jugendlichen?

Schauen wir doch genau hin. Es handelte sich um 2091 Gewalttaten, die von Kindern und Jugendlichen verübt wurden. Mord, Raub, Körperverletzung, Vergewaltigung. Zwei Drittel, also 1260 von ihnen sind rückfällig. 19 Morde und vorsätzliche Tötungen und 36 Vergewaltigungen wurden von Minderjährigen verübt. Über 350 Teenager stehen wegen Schändung und sexueller Nötigung vor Gericht. Die Zahl der jugendlichen Schläger stieg in den letzten zehn Jahren von 760 auf 1150.

Zu kurz gedacht ist zudem, dass jugendliche Straftäter in der Schweiz diejenigen ausländischer Herkunft sind. So zeigt auch die Statisitk: 50,9 Prozent der Tatverdächtigen waren Ausländer (2007 waren es 51,7 Prozent). Und die andere Hälfte? Das waren wohl junge Burschen mit einem Schweizer Pass. (kf, 3.7.)

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