Sommerzeit schadet unserer inneren Uhr

Die Zeitumstellung am kommenden Sonntag wird sich negativ auf unsere innere Uhr auswirken. Und das nicht nur kurzfristig, sondern sieben Monate lang bis zum Anfang der Winterzeit. Die Folge können Schlafmangel, Schlafstörungen und Herzinfarkte sein.

Das ergaben neue Untersuchungen. Deutsche Forscher sprechen sich daher vehement gegen das Umstellen der Uhren aus, so die Nachrichtenagentur ddp. «Ich halte sie (die Zeitumstellung, Anm. d. Redaktion) nicht nur für überflüssig, sondern auch für schädlich», sagte der Regensburger Psychologe Jürgen Zulley der Wochenzeitung «Die Zeit». Er glaubt, dass es besser wäre, in der Winterzeit zu leben. Der Chronobiologe Till Roenneberg nennt die Sommerzeit einen «von oben diktierten Eingriff in unser biologisches Zeitsystem».

Besonders sogenannte Eulen-Typen, die vor allem nachts eher aktiv sind, hätten grosse Probleme mit der Umstellung. Ihnen fällt es besonders schwer, morgens früh aufzustehen. Durch die Umstellung müssen sie am Sonntag sogar noch eine Stunde früher aufstehen.

Mahlzeiten werden demnach auch an anderen Zeiten eingenommen, was zu Funktionsstörungen führen kann. Insbesondere die Leber benötige relativ lange, etwa sechs bis sieben Tage, um sich an diese Funktionsveränderungen anzupassen. Das sagte der Wissenschafter Horst-Werner Korf vom neu gegründeten Chronomedizinischen Institut der Universität in Frankfurt am Main im Deutschlandradio Kultur.

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