Stress in Schwangerschaft senkt Intelligenz

Stress in der Schwangerschaft kann die Intelligenz von Kleinkindern senken. Das Risiko für Depressionen, Lernschwierigkeiten oder das Aufmerksamkeitsdefizit- oder Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) ist bei Kindern höher, die während der Schwangerschaft Stress ausgesetzt waren.

Wissenschaftler des Imperial College in London und aus den USA haben 125 werdenden Müttern in der 17. Schwangerschaftswoche Fruchtwasser entnommen. Sie untersuchten, wie viel vom Stresshormon Cortisol enthalten war. Dieses Stereoid produziert der Körper dann, wenn er Strapazen, Nervosität oder Anspannung empfindet.

Als die Kinder 17 Monate alt waren, stellten ihnen die Forscher in Puzzles, Spielen und Erinnerungstests altersgerechte Denkaufgaben. Das Ergebnis: Mehr Cortisol verschlechterte die Gehirnfunktion der Kleinkinder. Ausserdem schaute man, wie eng die Bindung zwischen Mutter und Kind war. War die Beziehung zwischen Mutter und Kind sicher, konnten die Wissenschaftler keine negativen Effekte auf die Intelligenz feststellen.

Nicht eindeutig geklärt werden konnte allerdings, ob das erhöhte Cortisol im Fruchtwasser tatsächlich mit dem Stress der Mutter während der Schwangerschaft zu tun hatte. Es könnte auch sein, dass die Ungeborenen selbst Anspannung oder Nervosität empfanden.

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