Tagesschulkinder haben bessere Sprachkompetenz

Kinder, die auf eine Tagesschule gehen, haben bessere sprachliche Kompetenzen als ihre Altersgenossen, die Blockzeiten- oder Halbklassenunterricht besuchen. Nach den ersten beiden Schuljahren können sie Wörter besser und schneller lesen sowie verstehen. Ausserdem können sie sich besser konzentrieren.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Studie der Universität Bern. Wissenschaftler haben untersucht, wie sich die verschiedenen Schulformen auf die schulischen Leistungen und die sozio-emotionale Entwicklung der Kinder auswirken, wie die Universität Bern jetzt in einer Mitteilung berichtete. 521 Primarschüler nahmen an der Untersuchung teil.

Weitere Ergebnisse der Studie sind, dass sich die Tagesschulkinder im Umgang mit Gleichaltrigen kompetenter erweisen. Sie haben weniger Angst und sind in neuen Situationen weniger nervös. Bezüglich Alltagsfertigkeiten lernen sie eher, sich die Schuhe zu binden oder angemessen mit Messer und Gabel umzugehen. Bei den mathematischen Kompetenzen sind die Tagesschulkinder dagegen weniger gut.

Die Studie berücksichtigte zudem den familiären Hintergrund der Kinder. Hier zeigte sich, dass Kinder, die schon zu Hause gefördert werden, auch die besseren schulischen Leistungen liefern. Die Tagesschule kann aber die fehlende Unterstützung in der Familie zum Teil kompensieren, was Alltagsfertigkeiten und Selbstbild betrifft.

Die Originalmitteilung der Universität Bern finden Sie hier.

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