Unsere arbeitslose Jugend

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt und steigt. Derzeit (August 2009) sind 5.3 % der 15- bis 24-Jährigen arbeitslos. Vor einem Jahr waren es noch 3 %. Und wer nun sagt, 5.3% sind nicht viel, der sage das zu den 29'298 betroffenen Jugendlichen.

Besonders die 20- bis 24-Jährigen haben ein Problem. Wie kommen sie von der Schule in den Arbeitsmarkt? Lehre fertig und keine Stelle, das ist keine Angst mehr, das ist leider zu oft der Fall. Es sind zusätzliche Massnahmen notwendig, die die Jugendlichen unterstützen schreibt deshalb die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen EKKJ. Dringend. Sie fordert eine Erhöhung der Stipendien für Jugendliche, die ein Vollzeit-Berufsmatura absolvieren. Zudem würde es langsam Mode, Berufspraktika anzubieten, die aber die Gefahr von Billiglöhnen bergen würden, schreibt die Kommission. Das Konjunkturpaket des Bundesrats müsse deshalb ergänzt werden.

Die Zeit der Arbeitslosigkeit wird von den Jugendlichen zu oft als demotivierend und disqualifizierend empfunden und Jugendliche haben es auch nicht verdient, sich mit Gelegenheitsjobs durchschlagen zu müssen. Es muss verhindert werden, so die EKKJ, dass Unternehmen echte Arbeitsplätze durch billige Praktika ersetzten. Jugendliche müssen vor dieser „Berufspraktikumsfalle“ und einer sich immer weiter drehenden „Parktikums-Spirale“ geschützt werden.

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