Vereinbarkeit von Beruf und Familie soll Staatsaufgabe werden

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie soll nach dem Willen des Bundesrates als Staatsaufgabe in der Verfassung verankert werden. Dieses Ziel sei von grosser gesellschafts- und familienpolitischer Bedeutung, teilte der Bundesrat am Mittwoch mit.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nicht so einfach.

Der Bundesrat will die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Foto: © Yuri Arcurs - Fotolia.com

Der Bundesrat unterstützt den Entwurf eines neuen Verfassungsartikels zur Familienpolitik, den die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates ausgearbeitet hatte. Er sieht vor, dass Bund und Kantone die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Dafür soll vor allem das Angebot an familien- und schulergänzenden Tagesstrukturen ausgebaut werden. Der Bundesrat möchte allerdings, dass der Bund erst dann eingreift, wenn die Bestrebungen der Kantone nicht ausreichen. Primär sollen die Kantone für die familienergänzende Kinderbetreuung zuständig sein.

Ausserdem soll in den Verfassungsartikel auch die Vereinbarkeit von Ausbildung und Familie aufgenommen werden. Der Bundesrat erhofft sich durch den neuen Artikel einen Beitrag zur Bekämpfung der Familienarmut zu leisten. Ausserdem spricht sich der Bundesrat für einen zusätzlichen Absatz aus, der die unterschiedliche Praxis der Kantone bei der Alimentenbevorschussung harmonisieren soll.

Weitere Informationen gibt es in der Medienmitteilung des Bundesrates: www.news.admin.ch

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