Verlernen Basler Kindergartenkinder bald ihren Dialekt?

Nach den Sommerferien soll an Basler Kindergärten hochdeutsch unterrichtet werden. So berichtet unter anderem die NZZ am 10. Juni 2009 (zum Artikel). Soll damit den Kindern die eigene sprachliche Identität möglichst früh verweigert werden oder ist das ein Integrations-Zugeständnis an die Deutschen?

Nein, es geht darum, dass die Lernfähigkeit der kleinen Kinder besonders hoch ist, und sie sich möglichst früh an die Standardsprache gewöhnen sollen. Ein Komitee konterte jedoch in Rekordzeit mit einer Volksinitiative. In gerade mal 16 Tagen wurde die Initiative auf die Beine gestellt. Auch im Kanton Zürich, wo ein Drittel der Kindergärten bereits in Standarddeutsch unterrichten, wurden bereits letztes Jahr die notwendigen 12'000 Unterschriften zur Beibehaltung des Dialekts gesammelt. Wahrscheinlich, entwarnen Pädagogen, sei der Effekt gar nicht so gross. Hoffen wir, dass unsere  Kinder weiterhin so sprechen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. (kf, 10.6.)

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