Verzicht auf Farbstoffe nach EU-Entscheid

Die EU hatte beschlossen, bestimmte Farbstoffe in Lebensmitteln zu kennzeichnen. Migros und Coop reagieren darauf, indem sie freiwillig auf Produkte verzichten, die diese Stoffe enthalten.

Vor kurzem hatte die EU sich dazu entschieden, künftig Lebensmittel mit künstlichen Azofarbstoffen oder Chinolingelb mit einem Warnhinweis zu versehen. Diese Farbstoffe stehen im Verdacht, bei Kindern Hyperaktivität auszulösen.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hingegen hält diese Massnahmen für übertrieben und entschied sich gegen einen solchen Warnhinweis. Begründet wird die Reaktion dadurch, dass nur britische Studien einen Zusammenhang zwischen diesen Farbstoffen und Hyperaktivität gefunden hatten. Die europäische Lebensmittelbehörde konnte diesen jedoch nicht nachweisen, wie die NZZ berichtet. Das BAG lehnte aufgrund dieser wissenschaftlichen Ungewissenheit einen Warnhinweis für die Schweiz ab.

Trotzdem werden Migros und Coop aktiv. Sie werden Produkte mit den künstlichen Farbstoffen aus ihrem Sortiment entfernen. Bis 2012 sollen die Lebensmittel aus den Regalen verschwunden sein.

Wer ab sofort schon auf Produkte mit diesen künstlichen Farbstoffen verzichten möchte, der sollte auf bestimmte Kennzeichnungen achten. So kann man Azofarbstoffe an den Nummern E102, E110, E122, E124, E129 und Chinolingelb an der Nummer E104 erkennen.

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