Eltern sollten ihren Kindern öfter vorlesen

Rund ein Drittel aller Eltern liest seinen Kindern zu selten vor, wie eine deutsche Studie der Stiftung Lesen zeigt. Dadurch werden die Entwicklung der Lesekompetenz und der sprachlichen Fähigkeiten negativ beeinträchtigt.

Warum Eltern ihren Kinder vorlesen sollten

Wenn Eltern ihren Kindern vorlesen, werden deren sprachliche Fähigkeiten gefördert! Foto: iStock, Thinkstock

Waren es früher Kindergeschichten und Märlistunden, sind es heute vorwiegend elektronische Geräte wie Tablets oder Handys, die Kindern Unterhaltung bieten. Für Eltern bringt dies einen geringeren zeitlichen Aufwand mit sich, als wenn sie ihren Kindern vorlesen würden. Dabei wäre gerade das Vorlesen wichtig für die kindliche und familiäre Entwicklung, wie 20 Minuten gestern berichtete.

Vorlesen fördert Leistungsfähigkeit

«Sprache ist der Schlüssel zu Bildung» sagt Denise Bisang von Pro Juventute. Wenn Eltern Ihren Kindern vorlesen, werden dabei die Ausdrucksfähigkeit und das Kommunikationsvermögen gefördert. Diese können den Kindern dann auch in der Schulzeit von grossem Nutzen sein.

Gerade bei schulischen Leistungen werde deutlich, welchen Kindern vorgelesen wird: Laut Beat Zemp, dem Präsiden des Schweizerischen Lehrerverbands, zeige sich dies vor allem bei der Lesefähigkeit der Schüler. Die Begeisterung fürs Lesen und für Bücher übertrage sich beim Vorlesen auf die Kinder und fördere dadurch ihre Lesekompetenz. Zudem motiviere die verspürte Zuwendung durch das Vorlesen die Kinder beim Lernen.

Lesen stärkt Familienbanden

Für Denise Bisang hat das Vorlesen auch eine familiäre Bedeutung. Eltern schaffen ein besonderes und wichtiges Ritual, wenn sie ihren Kindern vorlesen. Dies sei wichtig für das Familienleben und die Beziehungen untereinander.

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