Wenn Kinder fremdeln

Ab und zu haben viele Kinder Phasen, in denen sie auch auf bereits bekannte Personen sehr zurückhaltend oder ängstlich reagieren. So kann es vorkommen, dass selbst enge Familienmitglieder wie die Grosseltern nicht gerade mit einem Lächeln begrüsst werden.

Dass Kinder gelegentlich fremdeln, ist völlig normal. Dies ist ein Zeichen dafür, dass sie anfangen ihre Umgebung zu entdecken und allmählich lernen zwischen Fremdem und Vertrautem zu unterscheiden. Im Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren ist das nichts Aussergewöhnliches. Dabei kann es vorkommen, dass für die Kleinen ausser den Eltern niemand mehr so richtig geheuer erscheint und sie mit sehr viel Zurückhaltung oder sogar ängstlichem Weinen und Brüllen auf andere Personen reagieren. Wie stark das Fremdeln ausgeprägt ist, hängt allerdings stark von der Persönlichkeit des Nachwuchses ab.

Wichtig ist in solchen Phasen, dass man das Bedürfnis nach Distanz zu anderen Personen respektiert. Das Kind zu etwas zu zwingen hat keinen Sinn und verstärkt die Ängste nur. Besuch sollte man eventuell im Vornherein auf die Fremdelphase der Tochter oder des Sohnes vorbereiten, damit er die Situation besser einschätzen kann und sich den Kleinen nicht zu abrupt nähert. Ansonsten sollten Mutter und Vater einfach die Ruhe bewahren und abwarten, bis die Fremdelphase wieder vergeht.

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