Lebensmittelindustrie will verantwortungsvoll mit Werbung für Kinder umgehen

Schweizer Lebensmittelhersteller wollen sich für eine verantwortungsvolle Werbepraxis einsetzen. Eine unabhängige Kontrolle hat jetzt nach eigenen Angaben ergeben, dass das schon gut gelungen ist.

Im Fernsehen kommt oft Werbung für Kinder.

Im Fernsehen kommt oft viel Werbung für Kinder. Foto: © Sven Bähren - Fotolia.com

«Kinder sind gute Kunden», schrieb NZZ Online  gestern. Denn zwei Drittel aller Kinder legen gemäss einer belgischen Konsumentenschutz-organisation den Eltern Waren in den Einkaufskorb. Kinder sind auch leicht durch Werbung beeinflussbar. Kein Wunder, dass es so viel Werbung für Kinder gibt.

Elf Lebensmittelhersteller wie Coca-Cola, Danone, Mars und Nestlé haben sich aber in der Initiative «Swiss Pledge» dazu verpflichtet, freiwillig auf Nahrungsmittelwerbung, die an Kinder unter 12 Jahren gerichtet ist, zu verzichten. Allerdings nur, wenn die Produkte spezifische Ernährungskriterien nicht erfüllen. Wie die Unternehmen am 8. November mitteilten, habe eine unabhängige Kontrolle über die Erfüllung der freiwilligen Selbstverpflichtung durch das Marktforschungsinstitut Media Focus für das Jahr 2010 einen Wert von 99,6 Prozent korrekt geschalteter TV-Werbung ergeben.

Doch der Vergleich mit dem Jahr 2009 offenbare, schreibt NZZ Online, dass den Lebensmittelherstellern mit «Swiss Pledge» kein allzu grosser Wandel gelungen sei. Schon im Jahr 2009, als es die Initiative zur Selbstverpflichtung noch nicht gab, waren 99,55 Prozent der TV-Werbungen korrekt geschaltet. Zudem dürfen die Lebensmittelhersteller selbst bestimmen, welche Ernährungskriterien erfüllt sein müssen. Die Selbstdeklarationen der Hersteller seien daher mit Vorsicht zu geniessen, so NZZ Online.

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